Beunruhigung statt Besinnlichkeit. Visuelle Politik im deutschen Südwesten in Zeiten fortgesetzter Verfolgung nach § 175 in der Adenauer-Ära

Weihnachtspostkarte der „Kameradschaft die runde“, 1959/60 (10 x 14,2 cm), Schwules Museum*, Bestand „die runde“

Diese Weihnachtsgrußkarte irritiert durch eine unerwartete Kombination. „Gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr“. So lesen sich die Weihnachtsgrüße, die das Freundespaar Willy Stiefel, genannt Bobby (1924-1984) und Harry Hermann (1919-1995) auf dieser Postkarte an die Mitglieder der im schwäbischen Reutlingen sowie in Stuttgart von 1950 bis 1969 bestehenden „Kameradschaft die runde“ [sic.] versendet.1 Die Urheber der vermutlich im Winter 1959 verschickten Grußkarte sind nicht mehr auszumachen. Wahrscheinlich aber waren es Stiefel und Hermann selbst, die die Gruppe homophiler Männer – dies ist die geläufige zeitgenössische Selbstbezeichnung homosexueller Männer in der BRD der 1950er Jahre – zusammenhielten. In einem absoluten Gegensatz zu dem floskelhaften alljährlich wiederkehrenden Weihnachtsgruß steht das visuelle Material, das auf der Karte zu sehen gegeben wird. Weihnachten Ende der 1950er Jahre wird nicht nur die NS-Verfolgung homosexueller Männer prominent ins Bild gesetzt, sondern auch die Repression der Adenauer-Ära visuell thematisiert.

Die schwarz-weiß gehaltene Collage ist in fünf Felder unterteilt, die durch Tannenzweige gerahmt sind. Links neben den zentral angeordneten Weihnachtsgrüßen befindet sich fast ebenso prominent ein Zitat des bekannten Philosophen und Theologen Thomas von Aquin (1225-1274): „Freundschaft ist die vollkommenste Art der Liebe“. Darüber ist im Stil einer Federzeichnung ein Überwachungsturm samt Stacheldrahtzaun skizziert. Damit werden auf der Weihnachtsgrußkarte Superzeichen aufgerufen, die in der Bundesrepublik der späten 1950er und beginnenden 1960er Jahre unmissverständlich auf die deutschen NS-Konzentrations- und Vernichtungslager verweisen (Zum Begriff des Superzeichens vgl. Ebbrecht 2011: 222).

Zusätzlich wirft ein weiteres Feld auf der Karte Fragen auf: Was wird auf der Schwarz-Weiß-Fotografie zu sehen gegeben, die den rechten oberen Bildraum füllt? Leicht unscharf ist eine Gruppe von drei Personen erkennbar, die an einer Straßenkreuzung im winterlichen Stadtraum beisammensteht. Ein Passant mit Regenschirm geht unbeteiligt an der Gruppe vorbei. Es schneit. Es ist bereits dunkel. Die Schaufenster im Hintergrund leuchten hell. Die Fotografie ist durch starke, schneeflockenbedingte Unschärfe gekennzeichnet, wodurch der Eindruck einer Rückblende oder Erinnerung entsteht, was durch die Rahmung mit Tannengrün hier noch verstärkt wird. Kontrollieren dort etwa zwei Beamte einen Passanten? Läuft ein anderer desinteressiert vorüber? Oder kommen an der Straßenecke vielleicht am Heiligen Abend „Freunde“ zusammen, um in der Gesellschaft Gleichgesinnter weiterzuziehen? Von wem werden sie dabei beobachtet und fotografiert? Die Karte lässt die Betrachter_innen im Ungewissen.

Im letzten Feld, unten rechts, befindet sich das Logo der sich zeittypisch unverfänglich bezeichnenden Gruppe homosexueller Männer (vgl. Steinle 1999: 7). Es wirkt wie auf Schnee platziert. Das Logo der „Kameradschaft die runde“ knüpft an an das Logo der Schweizer Homosexuellenorganisation „Der Kreis“, mit der die Mitglieder der „Kameradschaft die runde“ in regem Austausch standen (vgl. ebd. u. Steinle 1999).

Ihr Logo greift das Symbol des Kreises auf, die Flamme einer griechischen Ampel. Sie ist eingeschlossen im [als Referenz und Zeichen der Aneignung umgekehrten, A.d.V.] Winkel der KZ-Häftlinge; darunter befindet sich der Schriftzug ‚suum cuique‘, zu deutsch ‚Jedem das Seine‘.“ 2

Das lateinische „suum cuique“ ruft wenige Jahre nach der Befreiung vom NS-Terrorregime das deutsche Pendent, das unmittelbar mit der Geschichte der NS-Konzentrationslager ikonisch verschränkte „Jedem das Seine“, imaginär mit auf. Der deutsche Spruch ist in das schmiedeeiserne Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald eingelassen. Spiegelverkehrt angebracht und daher nur von innen heraus lesbar, diente er hier der zynischen Verhöhnung der KZ-Häftlinge.

Das lateinische „suum cuique“ ist historisch hingegen im Kontext antiker, griechisch-römischer rechtsphilosophischer Überlegungen zu verorten:

Die Inschrift geht auf den zwei Jahrtausende alten römischen Rechtsgrundsatz ‚suum cuique‘ zurück: ‚Iuris praecepta sunt haec: honeste vivere, alterum non laedere, suum cuique tribuere.‘ – ‚Die Gebote des Rechts sind folgende: Ehrenhaft leben, niemanden verletzen, jedem das Seine gewähren.‘“3

Als historischer Rechtsrundsatz stiftet das „suum cuique“ sowohl Gerechtigkeit wie Gemeinschaft (vgl. Kudla 2007: 395). In der Gegenwart der 1950er Jahre und vor dem Hintergrund der NS-Verfolgung homosexueller Männer wird das in dem Logo aufgeführte Prinzip des „suum cuique“ zum politischen Appell nach Gerechtigkeit.4

Die „Kameradschaft die runde“ war eine von 1950 bis 1969 bestehende Gruppe gleichgeschlechtlich begehrender Männer, die sich auf Anregung des Präsidenten der Züricher Homosexuellen-Organisation „Der Kreis“, Karl Maier alias „Rolf“ (eigentl.: Rudolf Carl Rheiner, 1897-1974), aus einem Freundeskreis heraus im schwäbischen Reutlingen gründete (vgl. Steinle 1998: 5). Bis Mitte der 1950er Jahre war die gemeinsame Privatwohnung von Harry Herrmann und Willy Stiefel zentraler Ort des Zusammenkommens. Sie war Ausgangspunkt für Ausflüge ins Umland,5 Ort auch internationaler Vernetzung und Anlaufstelle für Männer begehrende Männer aus der Region (vgl. Steinle 1998: 7 u. vgl. Wolfert 2014: 89). Die Reutlinger „runde“ pflegte eine familiäre Atmosphäre. Ein Zeitzeuge beschreibt das Zusammenkommen bei Kaffee und Kirschkuchen in Reutlingen als „spießbürgerlich im besten Sinne“ in einem „durch und durch auch köstlichen bürgerlichen Rahmen“ (vgl. Steinle 1998: 7f.). Aus einer heutigen Perspektive zeugt diese Art der Organisation auf den ersten Blick vielleicht von einer auf Anerkennung zielenden (klein-)bürgerlichen Lebenswelt Männer begehrender Männer im deutschen Südwesten. Der Historiker Günter Grau gibt zu bedenken, dass das…

[…] politische Klima in der Bundesrepublik Ende der fünfziger Jahre […] äußerst homophob [war]. Der 1935 verschärfte Homosexuellenparagraf im StGB war nach wie vor in Kraft und einschlägige Verurteilungen erreichten gerade in diesem Zeitraum ihren Höhepunkt in der Spruchpraxis bundesdeutscher Gerichte.“6

Die familiäre Struktur der „Kameradschaft die runde“ erwies sich in dieser politisch-historischen Situation als nachhaltige Strategie gegen staatliche Verfolgung.

In der Perspektive einer sich mit radikaler Gesellschaftskritik verschränkenden schwulen Emanzipationsbewegung der 1970er Jahre erschienen die Organisationen und Vereine, in denen in den 1950er und frühen 1960er Jahren homophile Männer zusammenkamen, vielfach als unpolitisch (vgl. Pretzel; Weiß 2010). Dass dem nicht so war, zeigen beispielsweise Volker Weiß und Andreas Pretzel in ihrer Publikation „Ohnmacht und Aufbegehren. Homosexuelle Männer in der frühen Bundesrepublik.“ (2010). Die „Kameradschaft die runde“ begann Mitte der 1950er Jahre sich mit einer eigenen Zeitschrift publizistisch zu engagieren. Ab 1956 brachte sie unregelmäßig die Zeitschrift „die runde“ heraus (vgl. Steinle 1998: 11f). Ab 1964 erschien für kurze Zeit „Der Rundblick“. Die „Kameradschaft die runde“ hatte als eine der ganz wenigen Zusammenschlüsse Männer begehrender Männer in den frühen 1960er Jahren republikweite Bedeutung.7

Diese Weihnachtsgrußkarte der „Kameradschaft die runde“ ist ein beeindruckendes visuelles Dokument der Lebenswelten homosexueller Männer im deutschen Südwesten in der Adenauer-Ära. Sie zeigt, dass die „Kameradschaft die runde“ auch im visuellen Feld erkennbar für ihre Belange stritt und zeigt damit auch, dass die schwäbische Gruppierung Männer begehrender Männer keineswegs so unpolitisch war, wie eine homosexuelle Emanzipationsbewegung der 1970er Jahre die Generation vor ihnen möglicherweise sah.

Harry und Bobby wünschen den Mitgliedern der „runde“ zu einem historischen Zeitpunkt und einer spezifischen Jahreszeit, in der eine tendenzielle Vereinzelung Männer begehrender Männer eine gravierende Rolle spielte, „Gesegnete Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr“. Der floskelhafte, aber durch das Bedrohungsszenario des KZ zugleich wahrhaftig wirkende Gruß, der im Rahmen der visuellen Repräsentation eingebettet wird in Bezüge homosexueller Lebenswelten, wird hier zu einer Praktik der Gemeinschaftsbildung und der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Begehrens- und Lebensentwürfe, ohne freilich an dieser Stelle mit der christlichen Narration zu brechen. Die Überführung von Thomas von Aquins Freundschaftsformel in den Kontext Männer begehrender Männer kann zudem als Versuch gelesen werden, die „Freundesliebe“ – die hier als homosexuelle Liebe unter Männern verstanden werden will – mit Hilfe des bekannten Theologen in einen christlichen Kontext einzuschreiben.

Mit der Bezugnahme auf die Formel von der „Freundschaft als der vollkommensten Art der Liebe“ wird allerdings zugleich auch eine der zentralen Formeln des christlichen Glaubens unterwandert: Zum höchsten christlichen Feiertag, anlässlich der Geburt des Gottessohnes, wird hier eine andere Liebe als die des christlichen Gottes zu den Menschen gepriesen. Ja, nicht nur das, die „Freundesliebe“, wird zudem fast dissident gegenüber der christlichen Lehre, als vollkommenste Art der Liebe bezeichnet. Im Rahmen der Grußkarte ist damit ein Ringen um Anerkennung im religiösen Kontext gleichermaßen zu erkennen wie eine Kritik an historisch gewachsenen, dominanten heteronormativen Narrativen.

In einer Zeit, in der die NS-Konzentrations- und Vernichtungslager aus dem öffentlichen Bewusstsein weitestgehend verdrängt werden, keine drei Jahre nachdem der im NS verschärfte § 175 StGB durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt wurde (1957), ist die Weihnachtsgrußkarte der schwäbischen Gemeinschaft homosexueller Männer beachtenswert. Sie wendet sich gegen eine „Verdrängungspolitik“ der Adenauer-Ära im Moment einer beginnenden Auseinandersetzung mit dem deutschen NS-Erbe, noch vor dem Jerusalemer Eichmann-Prozess und den Frankfurter Auschwitzprozessen, die noch nicht die NS-Homosexuellenverfolgung, jedoch den rational geplanten, fabrikmäßig durchgeführten, massenweisen Mord an Zwei-Dritteln der europäischen Juden in den Fokus der Öffentlichkeit rückten. Die Karte ruft das geschehene Unrecht in Erinnerung. Sie erinnert dabei nicht nur an die NS-Verfolgung homosexueller Männer, insbesondere an die zahllosen in den NS-Konzentrationslagern Ermordeten und Gequälten. Sie thematisiert darüber hinaus auch gegenwärtige, nach 1945 weiterbestehende Verfolgung nach § 175, die längst wieder tausendfache bundesdeutsche Strafpraxis geworden ist.

Im Blick auf die Karte fällt auf, dass die spitze Struktur des Stacheldrahtzaunes in der Struktur der stacheligen Tannenzweige aufgenommen wird. Das Tannengrün büßt so an seiner dekorativen Funktion deutlich ein. Es erscheint durch diese Ähnlichkeit mit der Struktur des Stacheldrahtes tendenziell unbehaglich, vielleicht sogar bedrohlich. Gewissermaßen bedrohlich erscheint damit zugleich eine Kultur des Verdrängens in der Adenauer-Ära der 1950er Jahre, als dessen beispielhafter Höhepunkt die alljährlich wiederkehrende gesellschaftlich dominante Inszenierung von familiärem Heil am Weihnachtsfest verstanden werden kann.

Der Reiz der Postkarte ist Reaktion auf einen Überraschungseffekt: auf das hier ausgestellte Ineinander von „Kitsch und Tod“ (Friedländer). Der Historiker Saul Friedländer hat ein Ineinander von „Kitsch und Tod“ als eine der NS-Ästhetik innewohnende Struktur beschrieben, die Faszination erzeugt. Sie ist erkennbar auch in filmischen und literarischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit mit der deutschen NS-Geschichte (vgl. Friedländer 2007). Allerdings ist es nicht diese von Friedländer beschriebene Verschränkung von „Kitsch und Tod“, die hier erkennbar ist, sondern die Karte konfrontiert die Betrachter_innen der späten 1950er Jahre unmittelbar damit, dass eine sentimentale, immer wieder auch kitschige und in gewisser Hinsicht vielleicht auch scheinheilige Festkultur sich erst auf der Grundlage einer verdrängten NS-Geschichte gründet.

Indem das Freundespaar in der weihnachtlichen Grußkarte weder eine christliche Bildtradition bemüht, noch eine bereits in den 1950er Jahren bestehende, gewissermaßen verkitschte Variante der Weihnachtsgrußkarte bedient und darüber hinaus im Zusammenspiel der verschiedenen Felder die NS-Verfolgung homosexueller Männer ins Bild setzt, wird hier nicht nur mit einer bestehenden Ästhetik solcher Karten gebrochen, sondern eine allzu heimelige, affirmative Bezugnahme auf Weihnachten verweigert.

Die Grußkarte verunmöglicht eine trügerische, weil Beruhigung stiftende weihnachtliche Besinnlichkeit zwischen Cocktailsesseln und Nierentischen der Adenauer-Ära. In der deutlichen Bezugnahme auf die NS-Konzentrations- und Vernichtungslager stiftet sie Beunruhigung, wo immer noch und immer wieder Beunruhigung angesagt ist (vgl. Eschebach; Wenk 2002: 13). Damit wird die Weihnachtsbotschaft des Reutlinger Freundespaares Harry und Bobby zu einer gesellschaftskritischen, politisch-emanzipativen Botschaft.

Wie ambivalent eine kritische Bezugnahme auf das NS-System möglicherweise im Einzelnen gewesen sein mag, zeigt die Biografie von Harry Herrmann, des aus Berlin stammenden Strategen und Leiters der „Kameradschaft die runde“. Hermann war in seiner Jugend in der bündischen Jugendbewegung organisiert. Nach 1933 war er als Hitlerjugendführer aktiv. In diesem Rahmen war er bekannt mit dem Reichsjugendführer und erklärten Antisemiten Baldur von Schirach (1907-1974) und verehrte ihn (vgl. Steinle 1998: 8). Baldur von Schirach wurde als Verantwortlicher für die Deportation der jüdischen Bürger_innen der Stadt Wien vom Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg 1946 aufgrund von „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Julia Noah Munier

Literatur:

Dunkel, Franziska (2012): „Die Lust, das Haupt in Freiheit leicht zu heben“. In: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Stuttgart (2012): Beziehungsgeschichten im Dreiländereck. Katalog zur Großen Landesausstellung „Liebe Deinen Nachbarn“ – Haus der Geschichte Baden-Württemberg zu Besuch im Augustinermuseum, Freiburg, 28. 04. – 30.09.2012. Stuttgart: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, S. 38-39.

Ebbrecht, Tobias (2011): Geschichtsbilder im medialen Gedächtnis. Filmische Narrationen des Holocaust (Film). Bielefeld: transcript.

Eschebach, Insa; Wenk, Silke (2002): „Soziales Gedächtnis und Geschlechterdifferenz. Eine Einführung“. In: Eschebach, Insa; Jacobeit, Sigrid; Wenk, Silke (Hg.) (2002): Gedächtnis und Geschlecht. Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids. Frankfurt a.M./ New York: Campus, S. 13-38.

Friedländer, Saul (2007 [1982]): Kitsch und Tod. Der Widerschein des Nazismus. Übersetzt von Michael Grendacher und Günter Seib. Frankfurt a.M.: Fischer Taschenbuch Verl. (Die Zeit des Nationalsozialismus).

Grau, Günter (2011): Lexikon zur Homosexuellenverfolgung 1933-1945. Institutionen – Kompetenzen – Betätigungsfelder. Berlin: LIT Verl.

Kudla, Hubertus (2007) (Hg.): Lexikon der lateinischen Zitate: 3500 Originale mit Übersetzungen und Belegstellen. 3. durchges. Aufl. München: C.H. Beck. (Beck’sche Reihe).

Pretzel, Andreas; Weiß, Volker (2010): „Überlegungen zum Erbe der zweiten deutschen Homosexuellenbewegung“. In: Ebd. (Hg.): Ohnmacht und Aufbegehren. Homosexuelle Männer in der frühen Bundesrepublik. Hamburg: Männerschwarm Verl. (Geschichte der Homosexuellen in Deutschland nach 1945, Bd. 1), S. 9-26.

Steinle, Karl-Heinz (1998): Die Geschichte der „Kameradschaft die runde“ 1950 bis 1969. Berlin: Schwules Museum, Verl. Rosa Winkel. (Hefte des Schwulen Museums).

Steinle, Karl-Heinz (1999): „Der Kreis“: Mitglieder, Künstler, Autoren. Berlin: Schwules Museum, Verl. Rosa Winkel. (Hefte des Schwulen Museums).

Wolfert, Raimund (2014): „Zwischen den Stühlen – die deutsche Homophilenbewegung der 1950er Jahre“. In: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (2014) (Hg.): Forschung im Queerformat. Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung. Bielefeld: transcript, S. 87-104.

Weiterlesen:

Pretzel, Andreas; Weiß, Volker (2010): (Hg.): Ohnmacht und Aufbegehren. Homosexuelle Männer in der frühen Bundesrepublik. Hamburg: Männerschwarm Verl. (Geschichte der Homosexuellen in Deutschland nach 1945, Bd. 1).

Steinle, Karl-Heinz (1998): Die Geschichte der „Kameradschaft die runde“ 1950 bis 1969. Berlin: Schwules Museum, Verl. Rosa Winkel. (Hefte des Schwulen Museums).

1 Bei dieser Schreibweise der „Runde“ mit kleinem „r“ handelt es sich um die ursprüngliche Selbstbezeichnung. Die Postkarte ist undatiert. Daher ist ihr genaues Datum ohne weitere Hinweise nicht zu rekonstruieren.

2 Dunkel 2012, S. 39 mit Bezug auf Steinle, S. 7-9.

3 Lagertor. Websiteeintrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. URL: http://www.buchenwald.de/634/, vom 06.12.2016.

4 Der Historiker Karl Heinz Steinle, der sich im Zuge der Begleitpublikation zur Ausstellung „Die Geschichte der Kameradschaft die runde, 1950-1969“ (07.03.-24.05.1998, Schwules Museum, Berlin), bereits mit der „Kameradschaft die runde“ im deutschen Südwesten befasst hat, beschreibt wie es innerhalb der Gruppe durch die Wiederaneignung und lateinische Wendung des von den Nazis im KZ-Kontext zynisch verwendeten Spruchs zu Konflikten kam.

5 Beispielsweise trifft man sich in bekannter Runde an Himmelfahrt im Schutz des Vatertags zu gemeinsamen Ausflügen ins schwäbische Umland (vgl. Steinle 1998: 21).

6 Grau 2011, S. 86.

7 Steinle 1998 zeigt, dass auch Anfragen aus der Deutschen Demokratischen Republik an die Reutlinger „runde“ erfolgten.

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