Unverzichtbare Vielfalt – gestern, heute, morgen. Queere (Kirchen-)Geschichte sichtbar machen

Unverzichtbare Vielfalt – gestern, heute morgen.

Queere (Kirchen-)Geschichte sichtbar machen

Präsenzveranstaltung in der Evangelischen Tagungsstätte Bad Boll 22./23. April 2026

Hinweise zum Programm, den Workshops und Referierenden sowie zu den Teilnahmegebühren: https://www.ev-akademie-boll.de/tagung/400626.html

Queeres Leben ist ein fester Bestandteil unserer sozialen, spirituellen und kirchlichen Räume – und zwar viel stärker, als bisherige Narrative erzählen. Die Tagung lädt dazu ein, diese Geschichten ans Licht zu holen: lebendig, vielfältig und nahbar.

Postkarte „Unverzichtbare Vielfalt“, Zeichnung: Thomas Haas, 2026

Mithilfe historischer Spurensuche, persönlicher Berichte, Interviews und dialogischer Methoden werden neue Zugänge zu queerer Erinnerung und gemeinsamer Lernkultur eröffnet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Räume entstehen, in denen Menschen mutig erzählen, aufmerksam zuhören und echte Sprachfähigkeit entwickeln können. Gezeigt werden soll, wie solche Begegnungen Empowerment ermöglichen und wie Gemeinden, Einrichtungen und Organisationen Schritt für Schritt queersensibler werden können.

Tag 1 führt in Methoden ein, die queeres Leben sichtbar machen: Erfahrungsberichte, intergenerationelle Gespräche, Interviews mit dem Blick „zwischen die Zeilen“, Impulse aus Seelsorge und Beratung sowie Recherchen in historischen, theologischen oder literarischen Quellen.

Tag 2 richtet den Blick nach vorne: Wie kann Queersensibilität im Alltag von Kirche, Bildung, Medien oder sozialen Einrichtungen gelingen? Welche Ansätze bewähren sich bereits? Impulse und Spotlight-Workshops stellen konkrete Werkzeuge vor – von Regenbogenkompetenz bis zu organisationalem Lernen.

Karl-Heinz Steinle vom Forschungsprojekt „Lebenswelten, Repression und Verfolgung von LSBTTIQ in Baden und Württemberg im Nationalsozialismus und der Bundesrepublik“ und Dr. Bertram Fink vom Evangelischen Archiv Baden und Württemberg, Stuttgart stellen am ersten Tag der Veranstaltung die Projektidee „Sammlung Queer und Kirche“ des Evangelischen Archivs Baden und Württemberg vor und bearbeiten am Nachmittag in einem Workshop anhand eines Fallbeispiels einen Quellenkorpus aus den Archivbeständen.

 

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