Grußwort der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer

Liebe Leser_innen,

das Forschungsvorhaben zur Geschichte von LSBTTIQ im südwestdeutschen Raum  während des Nationalsozialismus und der frühen Jahre der Bundesrepublik liegt mir sehr am Herzen. Meine Hoffnung ist, dass wir mit diesem Projekt Licht in ein dunkles Kapitel der Vergangenheit bringen. Dies ist eine Verantwortung, die wir nicht nur gegenüber den Betroffenen selbst haben, sondern auch gegenüber deren Angehörigen und Nachkommen sowie uns als Gesellschaft. Read More

Die Einführung der Gender-Option „divers“ in die Rechtssprache der Bundesrepublik Deutschland

Die Einführung der Gender-Option „divers“ in die Rechtssprache der Bundesrepublik Deutschland

Webinar mit Fabio Proia (UNINT Rom) und Karl-Heinz Steinle (Universität Stuttgart)

Donnerstag, 6. Mai 2021 von 10 – 11.30 h

Veranstaltet von: C.I.R.C.Ge – Centro Interdisciplinare di Ricerca sulle Culture di Genere / Interdisziplinäres Zentrum zur Erforschung von Geschlechterkulturen an der UNINT – Università degli Studi Internazionali di Roma

Das bahnbrechende Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017 hat die Einführung einer dritten Geschlechtsoption in die Rechtssprache der Bundesrepublik Deutschland herbeigeführt. Seit 2018 haben Menschen, die sich nicht binär identifizieren, sich also weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlen, die Möglichkeit, sich mit dem Adjektiv „divers“ im deutschen Personenstandsregister eintragen zu lassen. Ziel des Seminars ist es, den Rechtsprechungs- und Gesetzgebungsprozess zu beleuchten, der zu dieser wichtigen Änderung im deutschen Personenstandsrecht geführt hat. Anschließend werden die sprachlichen und terminologischen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des deutschen Gesetzgebers sowie ihre Auswirkungen auf den heutigen Sprachgebrauch dargestellt.

Die Webinar-Sprachen sind Italienisch und Deutsch. Die Vorträge von Fabio Proia und Karl-Heinz Steinle sowie Diskussionsbeiträge werden simultan gedolmetscht. Die Verdolmetschung erfolgt durch Studierende des Masterstudiengangs Dolmetschen und Übersetzen der Università degli Studi Internazionali di Roma (UNINT)

Informationen zum Webinar: https://www.unint.eu/it/calendario-eventi/lintroduzione-dellopzione-di-genere-divers-nel-linguaggio-giuridico-della-repubblica-federale-di-germania.html

Link zur Webinar-Teilnahme: https://us02web.zoom.us/j/82827137430?pwd=NjdYREZLcDJBeWU0VThwc2VGMTAxdz09#success

Meeting ID: 828 2713 7430
Passcode: 64203

Freiraum Evangelische Akademie Bad Boll

Freiraum Evangelische Akademie Bad Boll

Dr. Irmgard Ehlers, von 1986 bis 2018 Studienleiterin in der Evangelischen Akademie Bad Boll im Arbeitsbereich „Kommunalpolitik, öffentliche Verwaltung, Zivilgesellschaft“, zum 26. April 2021, dem Internationalen Tag der lesbischen Sichtbarkeit

Die Evangelische Akademie Bad Boll wurde im Herbst 1945 von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gegründet und ist bis heute die älteste und größte Evangelische Akademie in Deutschland und weltweit. Sie ist eine unselbstständige Bildungseinrichtung. Die Direktion wird vom Evangelischen Oberkirchenrat in Stuttgart berufen. Trotz der finanziellen und arbeitsrechtlichen Abhängigkeit verstehen sich Evangelische Akademien als Orte des Dialogs und der konstruktiven Streitkultur und beanspruchen gedanklichen und politischen Freiraum. Read More

Unzucht getrieben mit verdorbenen Subjekten der Großstadt

Auf den Spuren des Orientalisten und Religionslehrers Dr. Dr. h.c. Heinrich Seeger

Udo Rauch, Stadtarchivar von Tübingen, zum 27. Januar 2021, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und International Holocaust Remembrance Day

Der Text entstand im Rahmen des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Queer durch Tübingen“ vom Stadtarchiv Tübingen in Kooperation mit dem Stadtmuseum Tübingen. Die hier vorliegende Fassung ist stark gekürzt, in seiner vollen Länge wird der Text im Katalog zur Ausstellung erscheinen, die im Herbst 2021 eröffnet wird. Read More

So „blieb mir nur der Weg des Inserats“ – die Bedeutung von Kontaktanzeigen in „Die Freundin“ für queere Menschen im deutschen Südwesten

Von Lisa Heiberger, Historikerin, Tübingen

Im Januar 1930 machten sich, vielleicht als Vorsatz für das Neue Jahr, zwei Berliner*innen auf die Suche nach einer Gefährtin, indem sie in der Zeitschrift Die Freundin. Wochenschrift für ideale Frauenfreundschaft (1924-1933) folgende Annoncen aufgaben: Read More

Der Architekt und sein Engel

Der Architekt und sein Engel

von Dr. Uwe Bresan

Chen Kuen Lee (1915-2003) war ein Ausnahme-Architekt: In der Nachkriegszeit baute er Villen und Landhäuser in der südwestdeutschen Provinz, die einem James Bond würdig gewesen wären. In den Medien wurde er damals als Hauskünstler und Architektur-Rastelli gefeiert. Und auf den Partys seiner vermögenden Bauherren war er ein gern gesehener Gast. Read More

From dusk till dawn – Für vielfältige Geschichten

From dusk till dawn – Für vielfältige Geschichten

Veronika Springmann zum 27. Januar 2020, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und International Holocaust Remembrance Day

Während der Recherche für das DFG Forschungsprojekt „Homosexuellenbewegung und Rechtsordnung“ bin ich im Generallandesarchiv Karlsruhe auf eine Akte gestoßen, in der ein Mann aus einem badischen Dorf 1936 wegen Vergehens gegen den § 175 StGb angeklagt wurde. Read More

LSBTTIQ-Geschichte: Erkennen. Aufarbeiten. Diskutieren

„LSBTTIQ-Geschichte – Erkennen. Aufarbeiten. Diskutieren“

Veranstaltung am 7. November 2019 in Heidelberg

Anlässlich des Aktionsjahrs 2019 „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ lädt das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg zusammen mit der Stadt Heidelberg und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg am 7. November 2019 zur Veranstaltung „LSBTTIQ-Geschichte – Erkennen. Aufarbeiten. Diskutieren.“ ein. Read More